Ein Bundestagsabgeordneter an unserer Schule

Bernd Rützel besucht die Mittelschule Burgsinn

 

Eine Reise in die eigene Jugendzeit war für den Bundestagsabgeordneten Bernd Rützel der Besuch der Mittelschule Burgsinn. Dort besuchte der gebürtige Rienecker von 1981 bis 1983 die damalige Hauptschule, bevor er eine Lehre als Maschinenschlosser bei der Bahn begann.

Schulleiter Bruno Schneider übergab ihm im Beisein der Klassenlehrer Michael Meisenzahl, Thomas Heilmann und Joachim Braun zur Begrüßung ein Klassenfoto aus seiner Schulzeit und die Kopien der Beurteilungen, die ihn als „aufmerksamen, eifrigen Schüler“ auswiesen.

Bei einem Rundgang durch das Schulgebäude zeigte sich Rützel angetan vom sehr guten Zustand der Räume und der Ausstattung, die nicht nur im Physiksaal auf dem modernsten Stand ist.

In der Fragestunde stand der Abgeordnete, dessen Großvater aus Burgsinn stammte, den Schülern Rede und Antwort. Die Frage, welchen Schulabschluss man brauche, um Politiker zu werden, beantwortete Rützel natürlich mit „Mittelschule“ und die Bedenken, ob man Angst vor einem Fernsehinterview haben muss, konnte er auch zerstreuen. Auf die Frage, welche Meinung er zu den vielen Flüchtlingen habe, ging Rützel ausführlicher ein. „Was sind viele?“ wollte er zunächst wissen. Es sei nicht nur Christenpflicht den ärmsten Menschen, die alles verloren haben, zu helfen, auch im Grundgesetz sei das Recht auf Asyl verankert. Ein wohlhabendes Land wie Deutschland könne das verkraften, niemandem gehe es dadurch bis jetzt schlechter. Das Wichtigste sei die Integration, denn die Zuwanderung sei Voraussetzung dafür, dass der Wohlstand in unserem Land gesichert werden kann, sagte Rützel. Unabhängig davon sei es wichtig, die Ursachen wie Krieg oder Hungersnot in den Herkunftsländern zu bekämpfen, denn niemand verlasse gerne ohne Zwang seine Heimat.

Nach weiteren Auskünften zu seinem beruflichen und politischen Werdegang und allgemeinen Fragen zur Politik in Deutschland und der Europäischen Union, ermunterte Rützel die Schüler, sich ehrenamtlich zu engagieren, wie es schon einige in der Feuerwehr tun. So wie er es tat, könne man auch beispielsweise später in der Arbeitnehmervertretung und in der Kommunalpolitik Verantwortung übernehmen und sich einbringen. Für den weiteren Lebensweg empfahl er den jungen Leuten, auch die Schwachen mitzunehmen, nach Rückschlägen nicht zu resignieren und selbstbewusst in die Zukunft zu gehen.